Webinar: „Mit kolonialen Kontinuitäten brechen: Produktion und Interpretation von Bildern (Fotos)“

Wann: Dienstag 24.03.2026 17.00-19.30 Uhr via ZOOM 

Das Webinar findet auch am 17.03.2026 in englischer Sprache statt:  

Worum geht's?

Selbst- und Fremdbilder auf individueller wie kollektiver Ebene sind im Globalen Süden ebenso wie im Globalen Norden bis heute von kolonialen Machtverhältnissen und Denkmustern geprägt. Diese kolonialen Kontinuitäten wirken fort und beeinflussen maßgeblich, wie Menschen, Lebensrealitäten und Zusammenhänge wahrgenommen und dargestellt werden. Auch die visuelle Kommunikation im Fach- und Entwicklungsdienst sowie in der internationalen Zusammenarbeit bleibt davon nicht unberührt: Fotografien und Bilder prägen öffentliche Narrative, erzeugen Emotionen und können – oft unbeabsichtigt – stereotype Vorstellungen, Hierarchien und einseitige Blickwinkel reproduzieren.

Das Webinar bietet den Teilnehmer*innen einen Raum zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Bildwelten. Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis üben sie eine reflektierte Interpretation von Fotografien und Bildmaterial und hinterfragen gängige Darstellungsweisen. Ergänzend erhalten sie eine Einführung in dekoloniale Perspektiven der Fotografie und Bildpraxis, die Fragen von Macht, Repräsentation, Verantwortung und Handlungsmacht (Agency) in den Mittelpunkt stellen.

Ziel des Webinars ist es, das eigene Bildverständnis zu schärfen, Sensibilität für problematische Narrative zu entwickeln und alternative, differenzierte Formen der visuellen Darstellung kennenzulernen. Die Teilnehmer*innen werden ermutigt, neue Wege in der bildlichen Darstellung internationaler Zusammenarbeit zu gehen – respektvoll, partnerschaftlich und jenseits kolonialer Stereotype.

Referent: Stefan Heiß, Leitung Öffentlicheitsarbeit EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.

Ansprechperson:

Jasper Hoffmann

Tel.: +49 (0) 228 908 99 32

seminare@agdd.de