Mit klarem Profil auf Stellensuche
In El Salvador unterstützte Daniel Weiß eine feministische Organisation unter anderem als Social Media Manager. Zurück in Deutschland hat er sich beruflich neu aufgestellt. Bei der Entwicklung einer neuen beruflichen Perspektive unterstützte ihn Sabine Maier im Rahmen der individuellen Beratung.
Neustart in Deutschland
Von Daniel Weiß (Dezember 2025, Auszug aus transfer “Zivilgesellschaft stärken”)
Nach mehreren Jahren als mit-ausreisender Partner und Fachkraft im Entwicklungsdienst hatte ich den Plan mit berulfich neu aufzustellen. Ich wusste aber noch nicht, in welche Richtung es genau gehen sollte. Zunächst absolvierte ich eine Fortbildung im Bereich OnlineMarketing. In Social Media hatte ich wärend meiner Zeit in El Salbador bereits meine Erfahrungen gesammelt. Die Fortbildung sollte mich nun weiter professionalisieren und so meine Jobchancen in Deutschland erhöhen.
In dieser Phase war für mich die AGdD vor allem bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive äußerst hilfreich. Digitale Kommunikation hatte mir zwar grundsätzlich immer Spaß gemacht, aber gleichzeitig hatte ich auch oft das diffuse Gefühl, meine Stärken und vor allem auch mein Herzblut in diesem Bereich nicht zufriedenstellend einbringen zu können. Das hat sich für mich inzwischen auch bestätigt.
Der Stein kam sicherlich durch das Coaching mit Sabine Maier von der AGdD ins Rollen. Zusammen arbeiteten wir an einem klareren beruflichen Profil. Zusätzlich erledigten wir auch vermeintlich Profanes, so aktualisierte ich beispielsweise meine Bewerbungsunterlagen, insbesondere den Lebenslauf. Als schließlich ein Bewerbungsgespräch bei der AWO Freiwilligenakademie OWL anstand, gab Sabine Maier mir noch ein letztes wichtiges Briefing zur Vorbereitung mit. Das Gespräch verlief dann auch erfolgreich und seit Mitte Mai 2024 bin ich nun Referent für bürgerschaftliches Engagement beim AWO Bezirksverband in Bielefeld.
Im Zentrum meiner Arbeit stehen das Werben für und die Förderung von freiwilligem Engagement in der Gesellschaft, die Vermittlung von Freiwilligen und die Netz werkarbeit in diesem Kontext. Auf Projektebene betreue ich zusammen mit jeweils einer Kollegin ein Jugend-Demokratieförderprojekt sowie das Integrationsprojekt „Macht zusammen Bielefeld!“. Dieses soll neu zugewanderte und geflüchtete Menschen aktiv in ihrer Suche nach einem freiwilligen Engagement unterstützen und damit deren Ankommen erleichtern. Zugleich setzen aufnehmende Vereine, Initiativen und Einrichtungen ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und solidarisches Miteinander in Bielefeld.
Angekommen
Vorerfahrungen im sozialen Bereich und meine Kenntnisse in der digitalen Kommunikation helfen mir bei meiner aktuellen Arbeit sehr. Den Mut zur Lücke, Raum lassen für Spontanität, Authentizität und Verständnis, projektbasiertes Arbeiten sowie eine nahbare und menschliche Kommunikation sind Dinge, die ich im Entwicklungsdienst und von den Menschen in El Salvador gelernt habe und wovon ich heute profitiere.
Ich fühle mich genau richtig, wo ich gerade beruflich stehe. Ich kann meine Stärken entfalten und leiste sinnvolle Arbeit zur Stärkung der Zivilgesellschaft, diesmal in Deutschland: Brücken bauen, Menschen für solidarisches Handeln zusammenbringen, mehr echte Begegnungen und Austausch ermöglichen. Das sind einfachste und elementare Bausteine, die dazu bei tragen, dass sich Menschen finden und sich verbinden. So können zivilgesellschaftliche Kräfte entstehen und wachsen, die dem Zeitalter von Polykrise und Postfaktischem gestärkt entgegentreten.
Über den Autor
Daniel Weiß ist Diplom-Regionalwissenschaftler Lateinamerika und Social Media Manager. Von 2017 bis 2022 war er als mit-ausreisender Partner und Fachkraft mit Brot für die Welt/DÜ in El Salvador.
Der vollständige Erfahrungsbericht ist in der transfer zum Thema “Zivilgesellschaft stärken” im Dezember 2025 erschienen: