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Ein Sohn schreibt an seine Mutter, die nie lesen gelernt hat. Doch dieser Brief ist mehr als Schreiben: Er ist Erinnern, Festhalten, Verarbeiten und Verzeihen. Vuong erzählt von Krieg, Migration, Armut, Queerness – durchzogen von lyrischer Zartheit. [...] Dieser Roman ist keine einfache Erzählung, sondern eine poetische Spurensuche. Vuong schreibt gegen das Schweigen an – über Flucht, prekäre Arbeit, erste Liebe, Männlichkeitsbilder und Zärtlichkeit.
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"Evaristo entfaltet zwölf Leben, die miteinander verwoben sind: Menschen verschiedener Generationen, Schwarze Brit*innen, queere Stimmen. Gemeinsam zeichnen sie ein Mosaik von Sehnsüchten, Kämpfen, Widersprüchen. Der Text bricht mit linearem Erzählen, fließt wie ein Gespräch, springt, hält an. Er öffnet bewegende Räume für Verwundbarkeit, Streit, Begehren, Fürsorge; und für die Frage, wie Gemeinschaft entsteht, wenn Rassismus, Sexismus und Klassismus mitschwingen."
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Eine Leseempfehlung für alle, die Rassismus nicht nur als soziales, sondern auch als psychisches und affektives System reflektieren möchten und die an Sprache, Routinen und Räume arbeiten und koloniale Kontinuitäten erkennen und unterbrechen wollen.
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"Oliveira lädt nicht dazu ein, die moderne Weltordnung zu reparieren, sondern sie zu begleiten, wenn sie zerbricht. Das Bild der Sterbebegleitung verdeutlicht: Manche Systeme sind nicht reformierbar. Dieses Buch ist unbequem, weil es nicht einfache Lösungen verspricht, sondern dazu auffordert, Widersprüche, Unsicherheit und das Ende von Gewissheiten auszuhalten."
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"Dieses Buch verwebt Geschichten über Pflanzen und Menschen. Kimmerer zeigt, wie wir unsere Beziehung zur Natur neu denken können; nicht als getrennte Wesen, nicht als Beherrscher*innen oder neutrale Beobachter*innen, sondern als Teil eines lebendigen Geflechts."
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"Americanah" von Chimamanda Ngozi Adichie erzählt von Liebe, Identität und Zugehörigkeit – und davon, wie (post)koloniale Machtverhältnisse prägend sind für Migrationsgeschichten und Selbstbilder. Ein Lesetipp, der Türen öffnet: zu neuen Perspektiven, komplexen Geschichten und Fragen, die weiterführen.
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In ihrem Essay argumentiert Spivak, dass westlich geprägte akademische Diskurse oft dazu neigen, marginalisierte und unterdrückte Stimmen zu übergehen oder zu verzerren. Spivak illustriert dies eindrücklich am Beispiel des indischen Sati-Rituals (des Witwenopfers) und zeigt, wie sowohl koloniale als auch lokale patriarchale Strukturen die Stimmen der betroffenen Frauen unterdrücken.
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In seinem Essay "How to Write About Africa" hält der kenianische Autor Binyavanga Wainaina (1971–2019) westlichen Erzählungen über den Kontinent einen Spiegel vor – zugespitzt, sarkastisch und hochreflektiert. Was als Satire beginnt, wird zur präzisen Kritik an kolonialen Denkmustern in Medien, Entwicklungspolitik und Literatur. Ein Text, der dazu einlädt, gewohnte Bilder zu hinterfragen – und neue Perspektiven zuzulassen.
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Tupoka Ogettes "exit RACISM" ist ein Einladung zum Perspektivwechsel. Mit Klarheit, Wärme und fundiertem Wissen begleitet sie Leser*innen auf einer rassismuskritischen Reise – durch eigene blinde Flecken, gesellschaftliche Machtverhältnisse und historisch gewachsene Strukturen. Ein Buch, das nicht belehrt, sondern bewegt – und Räume für Veränderung öffnet.
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Mit "Farbe bekennen" erschien erstmals eine Sammlung von Essays, Interviews und autobiografischen Texten Schwarzer Frauen in Deutschland – ein Meilenstein der afro-deutschen Bewegung und ein starkes Zeugnis von Empowerment und Widerstand. Das Buch öffnet Räume, um Rassismus, Ausgrenzung und (post)koloniale Kontinuitäten im deutschen Kontext sichtbar zu machen – und lädt ein, die Geschichte(n) jenseits dominanter Narrative kennenzulernen.
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Albert Memmis autofiktionaler Roman erzählt die Geschichte von Mordekhaï Benillouche, der in der jüdischen Gemeinschaft Tunesiens unter französischer Kolonialherrschaft aufwächst – zerrissen zwischen Bildungsversprechen und erlebter Ausgrenzung. Für Sheyma Arfawi war "Die Salzsäule" das Buch, das ihr erstmals Worte für namenlose Erfahrungen gab. Ein Werk, das koloniale Realitäten erlebbar macht und die Kraft des Benennens verdeutlicht.
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