Vorbereitungskurse speziell für mit-reisende Partner*innen der Fachkräfte
Als Partner*in mit-ausreisen – Abenteuer oder Auszeit?
Zufriedene mit-ausreisende Partner (MAP) sind eine wesentliche Voraussetzung für einen gelungenen und wirkungsvollen Einsatz entsandter Fachkräfte. Partner*innen, die hinter dem Auslandsaufenthalt stehen und ihn aktiv gestalten, erleben diese Zeit oft als eine bereichernde Erfahrung und stabilisieren damit gleichzeitig das gesamte Familiensystem.
Insofern dient der AIZ-Kurs „Als Partner*in ins Ausland: Raum für eigene Perspektiven“ im Rahmen des BMZ-finanzierten Programms „Skills4Abroad“dazu, die Rollen in Partnerschaft und Familie zu reflektieren, die Möglichkeiten der Karrieregestaltung auszuloten und den Aufenthalt in Bezug auf Netzwerke gewinnbringend zu gestalten.
„Wo ziehen wir hin? Wie geht es mit meiner Karriere weiter? Wie kann ich mich mit meinem Partner zusammen auf zukünftige Herausforderungen im Einsatzland vorbereiten?“ sind typische Fragen. „Es gibt viele Vorteile, aber es kann auch Stress für eine Beziehung verursachen. Mögliche Streitpunkte werden im Ausland deutlicher ausgetragen. Darüber sollte man sich bewusst sein“, erläutert Trainerin Sabine Scharfe.
Für Familien mit Kindern gibt es seit einigen Jahren ein zusätzliches Angebot. Im zweitägigen Kurs „Mit Kindern ins Ausland: so gelingt’s“ gibt es praktische Orientierung zur Begleitung von Kindern in dieser besonderen Lebensphase und zur Gestaltung des Alltags für die gesamte Familie.
Besonders MAP, die das erste Mal ins Ausland reisen, profitieren von der Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen Unterstützung zu erhalten und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Und auch mit-ausreisende Partner*innen, die selbst als Fachkraft im Ausland gearbeitet haben und sich nun mit der Rolle als MAP auseinandersetzen möchten, gehen gestärkt aus dem Kurs hervor.
Der Kurs dauert drei Tage und bietet Module zu verschiedenen Schwerpunkthemen an. Er unterstützt die Teilnehmenden darin, sich klarer über die eigenen Ziele zu werden und realistische Möglichkeiten der Umsetzung herauszufinden. Die Teilnehmenden lernen, wie sie ihre erworbenen Kompetenzen nach der Rückkehr gewinnbringend auf dem europäischen Arbeitsmarkt einbringen können.
Die Teilnehmenden beurteilen den Kurs sehr positiv, die Gesamtzufriedenheit liegt seit Jahren bei nahezu 100 Prozent. „Das Training sollte ein Pflichtkurs für alle MAPs und Vertragsnehmer*innen sein“, meint Trainerin Barbara Hüfner-Kemper. Lebendige Eindrücke vermitteln Kurs-Teilnehmende auch in einem Youtube-Video.
So divers die Welt ist, so unterschiedlich ist auch die Haltung der MAP zum bevorstehenden Auslandseinsatz. Für einige ist es Abenteuer pur, für andere eine willkommene Auszeit aus einem stressigen Job, wieder andere wollen ein Fernstudium absolvieren, ein Buchprojekt abschließen oder ehrenamtlich in einer NGO tätig werden.
Die Akademie für internationale Zusammenarbeit (AIZ)
Die AIZ ist die unternehmenseigene Akademie der GIZ. Sie qualifiziert Fach- und Führungskräfte in der internationalen Zusammenarbeit, damit sie Veränderungen aktiv gestalten und Wissen global verfügbar machen können. Mit dem Programm „Kompetenzen für internationale Zusammenarbeit – Skills4Abroad“ bereitet die AIZ im Auftrag des BMZ Expert*innen für eine Tätigkeit im Ausland vor. Die beiden Fortbildungsangebote „Als Familie ins Ausland“ bietet die AIZ im Rahmen dieses Programms an.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Teilnahme an diesem Angebot kostenfrei. Mehr Informationen zum Programm, der Teilnahme und Anmeldung erhalten Sie im Internet oder telefonisch:
Anmeldung & Beratung, 0228/4460 2020.