12 Tipps fürs eigene Wohlbefinden

zusammengestellt von Diplom-Psychologin Anne Baumann

Was Sie selbst tun können

1. Achten Sie auf einen regelmäßigen Tagesablauf! Ein fester Rhythmus zwischen Wachsein und Schlafenszeiten mit festen Mahlzeiten schafft Struktur und gibt Orientierung.

2. Bewegen Sie sich! Regelmäßig Sport treiben, spazieren gehen oder Fahrrad fahren an der frischen Luft tun Körper und Psyche gut. Dabei geht es nicht darum einen Marathon zu laufen. Täglich 10 Minuten leichtes Gehen kann schon genau das Richtige sein.

3. Treffen Sie sich mit Menschen! Kontakte zu Menschen zu pflegen, mit denen Sie ein Interesse teilt oder bei denen Sie sich verstanden fühlen, hilft Ihnen sich mit anderen verbunden zu fühlen, das Haus zu verlassen und neue Impulse zu bekommen.

4. Unternehmen Sie etwas! Vielleicht gibt es eine Aktivität, die Sie lange nicht mehr gemacht haben, die Ihnen früher Spaß bereitete oder Sie schon immer mal ausprobieren wollten. Manchmal braucht es Kraft sich zu motivieren, aber es ist wichtig Dinge zu erleben, damit es Ihnen gut geht.

5. Essen Sie gesund und lecker! Essen ist ein zentraler Bestandteil unseres Lebens. Regelmäßige frische Mahlzeiten, die Ihnen gut schmecken, tragen erheblich zum Wohlbefinden bei.

6. Sprechen Sie mit Ihrem*r Partner*in und / oder Ihren Kindern! Wenn sie gemeinsam im Ausland sind oder waren, erleben sie eine intensive Zeit zusammen. Manchmal läuft der Alltag einfach so vorbei. Achten Sie darauf, dass Sie sich bewusst Zeit für Gespräche nehmen.

7. Gönnen Sie sich Entspannung! Es gibt viele Möglichkeiten bewusst Momente der Entspannung zu schaffen. Yoga, Atemübungen, Meditation oder auch ein Waldspaziergang können helfen in Balance zu kommen.

8. Leben Sie achtsam! Achtsamkeit bedeutet, möglichst wertfrei und bewusst im Moment zu leben. Häufig sind unsere Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Das lenkt uns vom Hier und Jetzt ab und hindert uns daran das Aktuelle zu gestalten und gut für uns zu sorgen.

9. Sammeln Sie die guten Dinge! Gerade in herausfordernden Zeiten übersieht man oft die kleinen, positiven Erfahrungen. Darum kann es helfen, diese schriftlich zu sammeln, z.B. indem Sie jeden Abend drei „gute Dinge“ des Tages aufschreibt.

10. Erzählen Sie von Ihren Erfahrungen! Es kann gut tun Anderen von dem, was Sie erlebt und gelernt haben, zu berichten. So sind Sie selber in der Lage die Erfahrung zu verarbeiten und Wissen aus dem Einsatzland weiterzugeben. Dafür bieten sich z.B. Vorträge an.

11. Treffen Sie andere Fachkräfte! Zusammen ist man weniger allein. Viele Probleme lassen sich leichter durchleben, wenn Sie diese mit jemandem teilt, vor Ort im Einsatzland, aber auch nach einem Entwicklungsdienst, z.B. bei einem Rückkehrer*innen-Seminar oder in Regionalgruppen der Entsendeorganisation.

12. Melden Sie sich bei Ihrer Entsendeorganisation! Jede Entsendeorganisation hat Tipps und Erfahrungen im Umgang mit den Schwierigkeiten, die während eines Entwicklungsdienstes und nach einer Rückkehr auftreten können. Dort können Sie sich auch über Möglichkeiten der Unterstützung informieren.

 

Es ist wichtig, gut für sich zu sorgen. Manchmal reicht Selbstfürsorge allerdings nicht aus oder es fehlt an Energie, um die Tipps umzusetzen. Wenn Sie diesen Eindruck haben, holen Sie sich Rat und Unterstützung. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

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