Was machen die Dienste?

Unsere sieben Mitgliedsorganisationen haben eines gemeinsam. Sie alle sind vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als "Träger des Entwicklungsdienstes" anerkannt. Darüber hinaus unterscheiden sie sich jedoch deutlich voneinander: in der Anzahl der entsendeten Fachkräfte, den thematischen Schwerpunkten oder der Ebene, auf der ihre Arbeit ansetzt.

Eine Vorstellung der Arbeits- und Tätigkeitsschwerpunkte der Dienste finden Sie hier:

AGEHBrot für die WeltCFIEIRENEforumZFDGIZWFD

Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH)

Ob Personal für längerfristige Einsätze, punktuelle Beratung oder kurzfristige Verstärkung in einer Krisensituation gefragt ist - Die AGEH vermittelt im Rahmen ihrer unterschiedlichen Personalprogramme die passenden Fachkräfte für Entwicklungsvorhaben weltweit.

Sie übernimmt in Absprache mit Ihren Auftraggebern und den Partnerorganisationen vor Ort die Akquise und Auswahl der Fachkräfte. Sie regelt die Vertragsgestaltung und -Abwicklung einschließlich der Sozialen Absicherung des Personals auf Grundlage des Entwicklungshelfergesetzes (EhfG). Die Verträge sind in der Regel auf drei Jahre befristet.

Im Rahmen der Personalentwicklung unterstützt die AGEH die Fachkräfte während ihrer gesamten Vorbereitungs- und Dienstzeit individuell, wirksam und nachhaltig zu arbeiten. Sie erhalten landeskundliche, sprachliche und andere fachliche Weiterbildungen sowie Coaching- oder Supervisionsangebote.

Die AGEH vermittelt Personal in den Bereichen berufliche Bildung, Gesundheit, Gender, Humanitäre Hilfe, ländliche und städtische Entwicklung, Organisationsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Soziales, Verwaltung und Friedensförderung. Im Personalprogramm Ziviler Friedensdienst agiert die AGEH sowohl als Personalvermittler als auch als Projektträger.

Für Organisationen, die Freiwillige weltweit in Projekte von Südpartnern vermitteln, bietet die in der AGEH angesiedelte Service- und Beratungsstelle für internationale Freiwilligendienste (fid) pädagogische Angebote, Beratung zu allen Fragen des Freiwilligendienstes, Qualitätsmanagement und Vernetzung.


Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst

Personalprogramme bei Brot für Welt - Einsatz für eine solidarische, gewaltfreie und gerechte Entwicklung.

Erfahrung und Wissen weitergeben, in solidarischem Austausch mit anderen stehen: Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst vermittelt kompetente Fachkräfte für den Einsatz bei Partnerorganisationen in aller Welt. Als Fachkräfte im Entwicklungsdienst unterstützen berufserfahrene Fachkräfte Partnerorganisationen von Brot für die Welt bei der Erreichung von spezifischen Zielen. Mit dem Friedensfachdienst unterstützt das Werk Partnerorganisationen, die den gesellschaftlich-politischen Umbruch in ihrem Land gewaltfrei gestalten und die Zivilgesellschaft stärken wollen. Fachkräfte aus Ländern des Südens, die sich z.B. einen Studienabschluss in Deutschland erworben haben, werden durch die Vermittlung an Partnerorganisationen von Brot für die Welt bei der Reintegration in ihre Heimat unterstützt. Näheres zu den verschiedenen Personalprogrammen von Brot für die Welt finden Sie auf unserer Homepage.

Mit Hilfe des ÖDD-Programms (Ökumenische Dienste in Deutschland) vermittelt Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst Fachkräfte aus Ländern des Südens an entwicklungspolitisch aktive Organisationen und Gruppen in Deutschland. Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst macht damit deutlich, dass es Teil der ökumenischen Bewegung ist. Die Vision von der Einheit der Kirche und der Einheit der Menschheit bestimmt sein Handeln. Entwicklung kann vor diesem Hintergrund nur als Prozess gegenseitigen Gebens und Nehmens verstanden werden.

Fachkräfte von Brot für die Welt


Christliche Fachkräfte International e.V. (CFI)

Seit der Gründung von Christliche Fachkräfte International werden Projekte in engster Kommunikation mit den lokalen Partnerorganisationen geplant und umgesetzt. Ziel ist es, einheimische Mitarbeiter fachlich zu unterstützen, sie weiterzubringen und ihnen durch gelebtes Zeugnis von der Liebe Jesu Ermutigung für ihren schwierigen Dienst zu geben.

Die Herausforderungen sind vielfältig: Monatelang kein Regen. Instabile Regierungen. Geschlossene Ausbildungsstätten. Von Laos über Jordanien, Mosambik, den Kongo bis hin nach Haiti oder Ecuador und in vielen Ländern mehr leisten CFI-Mitarbeiter Dienst in Projekten der Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft, Sozialarbeit, Kleinunternehmerförderung und in vielen weiteren Bereichen.

Einer davon ist die Green Technology. In Indonesien unterstützt ein CFI-Mitarbeiter eine kleine lokale Universität, die darauf ausgerichtet ist, Studenten aus den abgelegenen Inselregionen des Landes Studienmöglichkeiten zu geben. Seine Aufgabe ist es, den Aufbau eines Forschungszentrums für erneuerbare Energien zu begleiten - auf Grassroot-Ebene: Hier entstehen in Zusammenarbeit mit Modellkommunen technisch einfache und preislich günstige Lösungen, die auch für die traditionellen Menschen auf den Inseln anwendbar und finanzierbar sind. Viele der Studenten kehren nach dem Studium in ihre Heimat zurück und können mit Techniken wie solarem Trocknen oder Biogas zum Fortschritt in ihrer Region und zur Loslösung vom allgegenwärtigen Dieselgenerator beitragen.


EIRENE - Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.

EIRENE unterstützt im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und des zivilen Friedensdienstes (ZFD) lokale Partnerorganisationen in Afrika und Lateinamerika mit Personal und begleitender finanzieller Unterstützung. Seit der Gründung 1957 haben über 3.000 Personen einen Friedensdienst mit EIRENE geleistet. Derzeit arbeiten EIRENE-Fachkräfte in den folgenden Ländern: Mali, Niger, Burkina Faso, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Uganda, Marokko sowie in Nicaragua und Bolivien. Diese setzen sich für Menschenrechte, Frauenförderung, gewaltfreie Konfliktbearbeitung, nachhaltige ländliche Entwicklung und den Aufbau von Selbsthilfestrukturen ein.

EIRENE ist vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung als Träger des Entwicklungsdienstes anerkannt.

EIRENE: Entwicklungsdienst            EIRENE: Was ist der ZFD?


Forum Ziviler Friedensdienst e.V. (forumZFD)

Gemeinsam mit lokalen Partnern leisten wir einen praktischen Beitrag dazu, dass Gewaltausbrüche in Spannungsgebieten vermieden oder gemindert und Wege zu einem gewaltfreien Miteinander gefunden werden. Dazu stellen wir internationale Teams aus qualifizierten Fachkräften zusammen, die in meist mehrjährigem Einsatz lokale Kräfte darin unterstützen, den Dialog zwischen den Konfliktparteien in Gang zu halten und einer Eskalation entgegenzuwirken.

Nach unserem Ansatz der "Drittpartei" suchen wir nach Zugängen zu den verschiedenen Konfliktbeteiligten und wirken mit beim Aufbau partizipativer, friedensfördernder Strukturen. Wir suchen auch das Gespräch mit Gewaltakteuren, wenn dies für die Konflikttransformation nötig und nützlich erscheint, und wenn mögliche Nebenwirkungen bedacht sind.

Aktuelle Schwerpunkte der Arbeit des forumZFD sind die Vergangenheitsaufarbeitung, Kommunale Konfliktbearbeitung, Versöhnungsarbeit und Dialogförderung. Diese setzen wir auf den Philippinen, in Kambodscha, im Libanon, in Jordanien, Israel und Palästina, Kosovo, Serbien, Bosnien und Herzegowina, in der Ukraine und Mazedonien um.

Mit ähnlichem Ansatz bearbeiten wir Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen in Deutschland, wie sie sich in vielen Stadtgesellschaften vor dem Hintergrund von sozial-strukturellem Wandel ergeben. Unsere Fachkräfte unterstützen die Kommunen bei der Bearbeitung dieser Herausforderungen; wir bezeichnen unsere Inlandsprojekte deshalb als "Kommunale Konfliktberatung".

Friedensarbeit in Flüchtlingslagern, Libanon (PDF)Zum Konzept der Kommunalen Konfliktberatung (PDF)Konfliktbearbeitung auf Mindanao, Phlippinen (PDF)

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Der Entwicklungsdienst der GIZ entsendet Entwicklungshelfer/innen in Partnerländer der deutschen Internationalen Zusammenarbeit in Afrika, Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und in Zentralasien. Sie beraten staatliche, zivilgesellschaftliche und privatwirtschaftliche Organisationen auf lokaler und regionaler Ebene. Die Bandbreite der Beratungsleistungen reicht von der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung über Demokratieförderung, Bildung und ländliche Entwicklung bis zu effizienten Gesundheitssystemen und ziviler Konfliktbearbeitung. Als "Fachkräfte auf Zeit" stellen Entwicklungshelfer/innen ihre spezifischen Berufs- und Fachkenntnisse, Erfahrungen und Kompetenzen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Akteuren des Partnerlandes in den Dienst globaler, nachhaltiger Entwicklung.

Als Entwicklungshelfer/innen im Bereich der Konfliktbearbeitung entsendet die GIZ Friedensfachkräfte im Zivilen Friedensdienst. ZFD-Fachkräfte unterstützen die gewaltfreie Austragung von Konflikten und begleiten Friedensprozesse in Krisen- und Konfliktregionen.

Entwicklungshelfer/innen arbeiten in Programmen, die die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt. Sie entfalten ihre Wirkung komplementär zu anderen Personalinstrumenten (Mehr-Ebenen Ansatz) und ergänzen somit basisnah die Dienstleistungen der GIZ auf Meso- und Makroebene.


Weltfriedensdienst e.V. (WFD)

Was macht der Weltfriedensdienst?

Ein Schwerpunkt ist die Personalvermittlung. Z.B. in Frauengruppen, die Kriegsparteien zu Friedensverhandlungen bewegen (Senegal), in Dorfgemeinschaften, die sich über Ressourcen wie Land und Wasser zerstritten haben, die durch Krieg und Völkermord schwer traumatisiert sind (z.B. Burundi) oder die unter den Folgen des Klimawandels leiden (Simbabwe).

KooperantInnen des Weltfriedensdienst stehen für das gemeinsame Streben nach einer gerechten gewaltfreien Gesellschaft auf der ganzen Welt. Sie verbinden hohe Fachlichkeit mit solidarischem Engagement. Die räumliche Nähe bei mehrjährigen Aufenthalten ermöglichen Lernerfahrungen für ihre KollegInnen und sich selbst. Dabei bewegen sich KooperantInnen zwischen den verschiedenen Lebenswelten und ermöglichen einen Perspektivwechsel.

Projektbeispiel

Täter werden in der Friedensarbeit oft nicht als geeignete Zielgruppe angesehen. Dabei können sie, sobald die Rahmenbedingungen stimmen, wertvolle Mittler auf dem Weg zum Frieden sein. Wenn wir Frieden wollen, müssen wir auch mit bewaffneten Gruppen zusammenarbeiten.

Kompass: "Bajonette Intelligente"